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So schmecken Møn und Sydsjælland

Der dänische Sternekoch Claus Meyer hat im Januar 2008 in seiner neuen TV Serie „A perfect day“, Møn und Südseeland besucht. Die Serie wird in 60 Ländern ausgestrahlt. Er vermittelt die dänische Esskultur in Bildern, Gesprächen und nicht zuletzt in den Gerichten, die er aus lokal produzierten Zutaten zubereitet. Dieses Heft ist Teil des Projektes und wird Ihnen ein guter Wegweiser zu den lokalen Produkten auf Møn und Südseeland sein.

Die Landschaft auf Møn und Südseeland ist geformt durch die enormen Kräfte der eiszeitlichen Gletscher. Nachdem sie geschmolzen waren, blieben Sand, Lehm und Steine zurück, die die heute sichtbaren Hügel, Wälle und Flächen ausmachen – die Moränenlandschaft. Die Geschichte der Landwirtschaft erlebte einen wichtigen Einschnitt als um das Jahr 1700 als in Dänemark die sog. Landreformen durchgeführt wurde, bei der die Bauernhöfe aus den Dörfern hinaus die Felder verlegt wurden. Gleichzeitig wurden die Haustierhaltung und die Gärten aufs Land verlegt.

Heute ist die Pflanzen- und Tierzucht, wie in ganz Europa, von Industrialisierung, Märkten und Preisen geprägt. Der dänische Sternekoch Claus Meyer ist Vorreiter einer Entwicklung, die in den Vergangenen Jahren einen neuen Blickwinkel auf die skandinavische Küche ermöglicht hat. Er hat u.a. auf Møn dazu beigetragen eine Renaissance der lokal produzierten Lebensmittel in Gang zu setzen, die Ihnen als Gast heute zu Gute kommt. Lassen Sie sich von dem Qualitätslabel leiten, das sie zu lokal produzierten Waren, auch im Non Food Berech führt, direkt zum Hersteller, zu Hofläden, Restaurants und Läden auf Møn und Südseeland

Kohlgarten

KohlgartenIm historische Kohlgarten baute die Bauersfamilie alles an, was sie zum Leben brauchte Kohl,Wurzelgemüse, Zwiebeln und Porree, Kartoffeln und Gewürze. Weißkohl wurde um 1500 durch holländische Gärtner nach Dänemark eingeführt. Kartoffeln brachten die Hugenotten um 1720 nach Fredericia. Es dauerte jedoch noch 100 Jahre bevor die Kartoffeln in den dänischen
Gärten heimisch wurden. Man sah die Kartoffel als ungesund an „..die macht ´nen dicken Bauch, gibt aber keine Kräfte“ war die gängige Meinung. Heute finden Bauerngärten in Dänemark wieder großen Zuspruch. Heimisches Obst und Gemüse, passend zur Jahreszeit, das ziehen viele Verbraucher den „weitgereisten“ Früchten aus aller Welt vor.

Der Apfelgarten

Der Apfelgarten Der Apfelgarten gehörte, wie der Gemüsegarten, zum traditionellen Bauernhof. Obstbäume wie Äpfel, Kirschen, Birnen, aber auch Obststräucher wie Johannis- und Stachelbeeren etc. hatten hier ihren festen Platz und die Früchte wurden frisch genossen oder für den Winter getrocknet. Zu jedem Hof gehörte auch ein Holunderbusch, in dem die sog. „Hyldemor“ (Holundermutter) wohnte, die den Hof vor Unglück und Krankheit bewahrte. Beeren, Blätter und Rinde dienten als Arzneimittel,
z. B. in Form von Tee oder Salbe. Heute erlebt die Apfelkultur eine wahre Renaissance.
Immer mehr, auch alte Sorten, werden wieder angebaut und Most, Cider, Chutneys, Essig und natürlich die frischen Früchte werden lokal angeboten.

Der Hopfengarten

Der HopfengartenWas tranken der Bauer und seine Familie um 1800? Milch und Saft, das wichtigste Getränk war jedoch Bier. Weil das Wasser zu jener Zeit oft ungenießbar war, lag es nahe Bier zu brauen. Es gab Braugerste und Hopfen und auch Kräuter um den Geschmack zu variieren. Natürlich war das damalige Bier nicht so stark wie heute, dafür aber nahrhaft.Wein kam mit den Mönchen aus Südeuropa nach Dänemark und Trauben wurden nur in den Klöstern angebaut. Aber die Mönche lehrten die Bauern Branntwein aus Korn und Kartoffeln herzustellen und der wurde sehr schnell populär und fester Bestandteil der bäuerlichen Hausapotheke, als Medizin und zur Vorbeugung.
Dänemark im Umbruch - im ganzen Land erfreuen heute lokale Mikro – Brauereien Bürger und Touristen. Gleiches gilt für die Herstellung von lokalen Kräuterschnäpsen und Likören, die ein schönes Mitbringsel sind. Sogar Weinfelder kann man heute finden, geschützt vor den kalten Ostwinden.

Bienenstock und Hühnerhof

BienenstockNicht nur Kulturpflanzen, auch die kleinen Haustiere wurden in Gärten des Bauernhofes aufgezogen. Die braune Honigbiene gehört zu den ältesten Haustieren. Im Mittelalter siedelte man sie von hohlen Baumstümpfen über in die Bauerngärten, wo sie Blumen und Kräuter bestäubten und Honig und Wachs lieferten. Honig war enorm wichtig als Süßstoff und er war lang haltbar.
Auch heute sind Bienenzucht und alle Honigprodukte sehr populär und es gibt eine herrliche Auswahl an Sommerhonig von Møn und Südseeland.  


Kühe und Schafe

Kühe und schafeKühe und Schafe gehörten natürlich auch auf den Bauernhof, wo sie ihre eigenen Gärten hatten, wo sie eingezäunt unter Bäumen grasen konnten. Der November war der traditionelle Schlachtmonat
und man verarbeitete selbstverständlich das ganze Tier zu Nahrung und anderen Produkten. Heute gehören freigehende Tiere zum typischen Bild der süddänischen Landschaft, weil sie zur Pflege der
weitläufigen Naturgebiete auf Møn und Südseeland eingesetzt werden – Gotland - und Texel Schafe, Galloway und Highland Rinder und oft auch kleine Ziegenrassen gehören Vereinen, die sich sowohl um den Naturschutz bemühen und das Fleisch unter den Mitgliedern verteilen.

Ahlwehr - der Bauer und das Meer

AhlwehrIn der Geschichte von Møn & Südseeland ist die Landwirtschaft auch eng mit Fischerei verbunden. Die Bauern auf den Inseln waren oft auch gleichzeitig Fischer, Tangfischer und – wie auf Nyord – Lotsen. Sie fischten sowohl küstennah in Reusen, als auch auf dem offenen Meer. Um 1800 waren es z. B. Hornfisch, Makrelen, Hering und Dorsch. Gerade in diesen Tagen wenden die Fischer auf Møn & Südseeland den Blick zurück auf die lokale Produktion und den Verkauf von frischem Fisch, passend zur Jahreszeit, direkt vor Ort.


Frühstück und Süßigkeiten

FrühstückAuf dem Lande stand man um 1800 früh auf. Nach 2 Stunden Arbeit gab es um 6 ein erstes Frühstück, bestehend aus Roggenbrot, Hering und Sauermilch. Es gab Milch und Bier zu trinken und nach dem Essen Kaffee. Kaffee kam gegen Ende des 17. Jh. nach Dänemark und wurde zunächst in der Apotheke verkauft. Bei Hofe fand er schnell Anklang. Der einfache Bauer jedoch fand ihn teuer und wusste ihn nicht zuzubereiten. Zucker und andere Süßigkeiten verdanken wir ebenfalls dem Erfindungsreichtum des Apothekers. Heute sind die alten Rezepte wieder gefragt. Brot wird wieder aus alten Mehlsorten, wie Dinkel, gebacken. Bonbons und Schokolade aus ausgesuchten Rohwaren – aber mit neuen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Lakritz oder rosa Pfeffer, alles aus kleinen Produktionen. Das macht Lust aufs Naschen auf Møn und Südseeland.

Gemischtwarenhandlung

GemischtwarenPflanzen und Tiere haben natürlich nicht allein zur Verpflegung im Haushalt der Bauern beigetragen. Sie lieferten auch den Rohstoff für Textilien, Geräte und Baumaterialien. Je mehr wir uns heute der Bedeutung von Rohstoffen und schonender Herstellung bewusst werden, umso grösser werden die Marktanteile für weitere lokal hergestellter Waren. Møn und Südseeland sind reich an einzigartiger und artenreicher Natur und man kann z.B. in den Wäldern und auf den Strandwiesen besondere Kräuter für Naturkosmetik og Pflegeprodukte ernten. Die Strände
liefern jedes Jahr viele Tonnen Tang und Algen, die zu gutem Kompost verarbeitet werden und Weidenfelder liefern Material für Körbe, Zäune und Skulpturen.

Sie können weitere Informationen über diese Projekt auf

So schmecken Møn und Südseeland Homepage

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