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Nyord

Nyords Wiesen strecken sich den ganzen Weg von der Nyord Brücke bis die Landschaft langsam ansteigt. Die Wiesen bedecken den grössten Teil der Insel. Sie bilden das Kerngebiet eines der wichtigsten Zugvogelreservate im südlichen Dänemark.

Nyord VogelturmEnten Gänse, viele verschiedene Arten von Wasservögeln nisten im flachen Gras und fischen im seichten Wasser. Piep, piep, quak, quak, hier kann man ein spezielles Frühlingskonzert geniessen. Und nicht zu vergessenen die Raubvögel, die hoch am blauen Himmel ihre Kurven fliegen.
Oben vom Vogelturm hat man eine gute Aussicht über die Wiesen und auch weit über die Insel Møn. Und hat man nicht selbst ein Fernglas dabei, trifft man nicht selten einen Vogelliebhaber, der einem behilflich ist. Nyords reiches Vogelleben ist das Ergebnis eines guten Zusammenspiels zwischen Mensch und Natur. Jedes Jahr werden die Wiesen von nährstoffreichem Meerwasser überspült. Das fördert das Wachstum des Grases. Kühe grasen dort und halten das Gras niedrig, sodass die Zugvögel bei ihrer Ankunft ein ideales Nist- und Futterrevier vorfinden. So ist es jetzt schon seit hunderten von Jahren.

Nyord KircheDas Dorf Nyord ist interessant und besonders. Es ist als einziges Dorf nicht der Landreform zum Opfer gefallen, wobei die Höfe zu den Feldern verlegt wurden. Im Dorf Nyord liegen alle Höfe im Dorfkern beisammen. So sahen alle dänischen Dörfer vor 200 Jahren aus.

Es gab immer um die 20 Höfe im Dorf und eine wachsende Anzahl Einzelhäuser. Zu jedem Hof gehörte ein grosser Obstgarten mit Apfel- Birnen- und Pflaumenbäumen. Und es wurden auch verschiedene Gemüsesorten angebaut. Die kleine Inselgemeinschaft war nahezu selbst versorgend. Vor ca. 100 Jahren lebten auf Nyord etwa 360 Menschen. Heute sind es nur noch 50. 1942 gab es noch 4 Kaufläden auf der Insel. Heute gibt es noch einen.

1769 verkaufte der König Møn und die umliegenden Inseln an grosse Güter oder Bauern. Und es gelang den Bauern von Nyord sich freizukaufen. Sie erhielten das Land preiswert, mussten dafür aber den Lotsendienst übernehmen, d.h. sie geleiteten die Schiffe durch das schwierige Fahrwasser rund um die Insel. Das war ein gutes Geschäft, denn es gab regen Schiffsverkehr in jener Zeit. In den Jahren von 1835-45 passierten jedes Jahr über 3200 Schiffe diese Region. Damals hatten die Schiffe die gleichen Aufgaben, wie heute die Lastwagen. Man verschiffte alle Waren und alle Materialien. "Land trennt, Wasser verbindet", hiess es damals. Das Lotsentum war oft mit dem Fischfang verbunden und man fing auch Seehunde.

Machen Sie einen Spaziergang durch das Dorf, schauen Sie in die Kirche hinein, spazieren Sie hinunter zum Hafen und zu "Møllestangen", dem Aussichtspunkt der Lotsen.
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